„Die SPD-Bundestagsfraktion hat zum siebten Mal junge Menschen mit dem Otto-Wels-Preis ausgezeichnet, die sich auf kreative Weise mit den Schrecken der Nazi-Herrschaft auseinandersetzen.

Der ehemalige „Darstellen und Gestalten“-Kurs (Jahrgangstufe 10) hat in diesem Jahr den Otto-Wels-Preis für Demokratie der SPD-Bundestagsfraktion gewonnen. Stellvertretend für alle beteiligten Schüler*innen nahmen ihn Angelina Janczewski, Emely Schledorn und Klara Wirth entgegen. Das war der einzige Wehrmutstropfen bei dieser besonderen Preisverleihung. Wir wären so gerne mit dem gesamten Kurs nach Berlin gefahren, denn das Theaterprojekt war nur durch die Ideen aller zustande gekommen.

„Die Preisgewinner des  "Darstellen und Gestalten – Kurses" aus Mülheim an der Ruhr haben in diesem Jahr die Aufgabe übernommen, die Gedenkfeier der Stadt Mülheim und der Jüdischen Gemeinde anlässlich des Holocaust-Gedenktages mitzugestalten – in Form eines Theaterstücks. In diese Arbeit eingeflossen sind Interviews mit Mitschüler*innen des Projektkurses „Erinnern“, die das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz besucht hatten.

Die Auseinandersetzung mit der Erinnerung hat die Jury überzeugt: Den jungen Erwachsenen ist es gelungen darzustellen, dass es unter die Verbrechen der Nationalsozialisten niemals einen Schlussstrich geben kann. Sie sind nicht zuzudecken, sondern für jeden und jede nach dieser Zeit Geborenen eine stetig drängende Herausforderung nicht zu vergessen und nicht erneut geschehen zu lassen.“ (aus der Mittteilung der Bundestagsfraktion der SPD vom 3.9.2020)

Wir fühlen uns durch diese Auszeichnung geehrt. Gleichzeitig stellt dieser Preis eine Aufgabe für die Zukunft da. In ihrer Dankesrede sagten Emely und Angelina in der StationBERLIN: „Geschichte findet nicht nur in der Vergangenheit statt. Sie prägt unser Leben jetzt und in der Zukunft. Wir können entscheiden, ob die Auswirkungen der Geschichte positiv oder negativ sind. Wir schreiben jetzt wieder unsere Geschichte und da wollen wir nicht, dass Nazis in unserer Geschichte wieder eine Rolle spielen.“

Spät am Abend saßen wir dann vor dem erleuchteten Bundestag. Durch die Glaskuppel strahlte das nach draußen. Die Wirkung beschrieb Klara so: „Die Glaskuppel zeigt das Selbstverständnis und den Anspruch des Bundestages: transparent soll es sein.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Fotos der Veranstaltung sind unter folgendem Link zu sehen.

https://www.flickr.com/gp/spdbundestagsfraktion/3GT91a (Diese können unter der Angabe „Foto: Alexander Probst“ frei verwendet werden.)

Hildegard Schroeter-Spliethoff

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