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Schülerinnen und Schüler haben jederzeit Gelegenheit, die Beratungslehrkraft bei schulischen oder persönlichen Problemen anzusprechen und um Hilfe zu bitten. Sie kommen entweder in die Sprechstunde (während des Offenen Angebots) oder vereinbaren einen individuellen Termin. Kommen die Schüler von sich aus auf die Beratungslehrkraft zu, handelt es sich in der Regel um persönliche oder familiäre Probleme. Das Gespräch entlastet die Kinder und nimmt ihnen den akuten Leidensdruck, sodass es ihnen leichter fällt, sich konstruktiv mit ihrem Problem auseinander zu setzen.

Andere Kontakte zwischen Beratungslehrkraft und SchülerInnen werden auf Wunsch des Klassenlehrers /der Klassenlehrerin hergestellt. Wenn das Verhältnis zwischen Klassenlehrern und Schülern bei Konflikten belastet ist, kann die Beratungslehrkraft auf Grund ihrer neutralen Position den Schüler besser erreichen und ihn zur Kooperation bewegen. Bei einigen Schülern empfiehlt sich die Arbeit mit dem sogenannten Beobachtungsheft, um sie bei häufig wiederkehrenden Problemen in ihren Bemühungen um Verhaltensänderung zu unterstützen.

 

Die Beratungslehrkraft reflektiert mit dem Schüler das problematische  Verhalten und lässt ihn entsprechend ein oder zwei beobachtbare Ziele entwickeln, mit denen er sich im folgenden Zeitraum besonders auseinander setzen will. Diese Ziele werden im Beobachtungsheft verschriftlicht. Der Schüler hat nun die Aufgabe, in ausgesuchten  Unterrichtsstunden sein Verhalten im Hinblick auf die festgelegten Ziele zu beobachten und mit entsprechenden Symbolen zu bewerten. Anschließend lässt er den Lehrer seine Bewertung durch Unterschrift bestätigen oder modifizieren .Das Führen eines solchen Heftes schult in besonderer Weise das Selbstreflexionsvermögen eines Schülers, indem dieser seine eigene Bewertung mit der des Lehrers abgleicht und sich mit eventuellen Diskrepanzen zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung auseinandersetzen muss. Da ein Schüler in der Regel bestrebt ist, möglichst viele positive Bewertungen zu bekommen, dient diese Maßnahme auch der Selbstdisziplinierung. Eine besondere Bedeutung kommt dem wöchentlichen Gespräch mit der Beratungslehrerin zu, in dem über Ergebnisse und mögliche Gründe für das Erreichen oder Nichterreichen der gesteckten Ziele reflektiert wird.                                                                

Bei einer zunehmenden Anzahl von Schülern ist zu beobachten, dass ihnen nötige Lern- und Arbeitsstrukturen fehlen. Auf Grund dieses Defizits schöpfen sie  häufig ihr Leistungspotenzial nicht aus.  Um dem entgegen zu wirken, arbeitet die Beratungslehrkraft  individuell mit diesen Schülern und vertieft die am ersten Methodentag in 5. Jahrgang  vermittelten Strategien und Techniken.  Die Schüler lernen noch einmal kleinschrittig und intensiv das Taschepacken, die Heftführung und / oder das Planen und Festlegen ihrer eigenen Lernzeit. Schüler mit Lernproblemen in isolierten Bereichen, z.B. beim Vokabellernen, probieren mit der Beratungslehrkraft verschiedene Lerntechniken (Karteikarten, Vokabelfalter) aus und trainieren die für sie am besten geeignete Form unter Anleitung, um in Zukunft entsprechende Aufgaben selbstständig und erfolgreich erledigen zu können.