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Die Willy-Brandt-Schule beabsichtigt ab dem Schuljahr 2010/2011 in jeder 5. Jahrgangsstufe eine inklusive Klasse zu bilden und diese bis zur Klasse 10 weiterzuführen. Schüler, die die Fachoberschulreife mit Qualifikation erworben haben, können selbstverständlich die angegliederte Sekundarstufe II besuchen.

In jeder Klasse unterrichten Klassenlehrerinnen und Fachlehrerinnen. Zusätzlich erhält die Klasse Unterstützung durch eine sonderpädagogische Lehrkraft, die je nach Bedarf alle Schülerinnen im Team mit der Regellehrkraft oder in differenzierter Arbeitsweise Schülerinnen mit Förderbedarf alleine unterrichtet. Auch Schülerinnen der Regelklasse können an Fördermodulen der sonderpädagogischen Lehrkraft teilnehmen. Möglich und wünschenswert ist auch der Einsatz von Integrationshelfern, falls Bedarf bei einzelnen Schülern besteht.

Wann die Doppelbesetzung sinnvoll und gewünscht ist, entscheidet die Klassenkonferenz. Der Klasse kommt jedoch die volle dafür zur Verfügung stehende Stundenzahl zu Gute. So kann es für einige Fächer durchaus sinnvoll sein, bei ihrer Unterrichtung auf die Doppelbesetzung zu verzichten, um eine möglichst große Normalität herzustellen. Die Schülerinnen mit Förderbedarf sind nicht in allen Fächern oder Teilbereichen der Fächer leistungsschwach, sie können durchaus in Teilbereichen bessere Leistungen erzielen. Von daher ist eine Doppelbesetzung durchgängig nicht notwendig und muss nach den konkreten Fördernotwendigkeiten entschieden werden.

Bei der Feststellung des Förderbedarfs wird festgelegt, ob die Schülerinnen zielgleich oder zieldifferent unterrichtet werden. Zielgleich heißt, dass die Schülerin dem Stoff der Regelklasse folgen kann. Zieldifferent bedeutet, dass diese Schülerin mehr Unterstützung benötigt und daher einen individuellen Förderplan erhalten muss. Dieser Förderplan wird durch die sonderpädagogische Lehrkraft erstellt.

Die Schülerinnen der inklusiven Klasse lernen so weit wie möglich gemeinsam. Das kann durch Doppelbesetzung oder durch das Angebot von differenziertem Unterrichtsmaterial unterstützt werden. Damit die individuelle Förderung aller Kinder gelingt, bedarf es einer engen Absprache zwischen der Förder- und der jeweiligen Fachlehrerin. Inhaltliche und methodische Aspekte müssen abgestimmt werden, Klassenarbeiten differenziert erstellt werden.

Grundsätzlich werden alle Schülerinnen in allen Fächern der Stundentafel unterrichtet. Ob sich im Wahlpflichtbereich I (ab JG 6) oder im Wahlpflichtbereich II (ab JG 8) besonders geeignete Schwerpunktfächer für die Kinder mit Förderbedarf herauskristallisieren, bleibt abzuwarten und wird zu gegebener Zeit von den unterrichtenden Lehrern vorgeschlagen.

Inklusion - Lernsituation