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Die Willy-Brandt-Schule ist eine Schule für alle Kinder. Seit 25 Jahren arbeiten wir daran, diesem Anspruch auch gerecht zu werden. In unserer Schule finden sich Kinder aus verschiedenen Herkunftsländern, mit verschiedenen Begabungen und Interessen. Alle werden hier unterrichtet, und jeder wird dabei unterstützt, den bestmöglichen Abschluss für sich zu erreichen.

Daher kann die Inklusion von Kindern mit Behinderungen, egal welcher Art, nur die logische Weiterführung unserer Arbeit sein.

Seit Jahren tauchte dieser Gedanke immer wieder in Gesprächen und Diskussionen auf, wurde aber nie richtig weiter entwickelt und in Angriff genommen. Mal war es die seit Jahren bevorstehende Sanierung, die uns zurückhaltend machte, mal waren es Befürchtungen, nicht ausreichend personell ausgestattet zu sein.

Am Ende kam einiges zusammen, das uns bewog, endlich die Weichen anders zu stellen. Immer wieder traten in den letzten Jahren Eltern an uns heran, die ihr Kind an einer Styrumer Grundschule in einer integrativen Klasse gut untergebracht hatten und wünschten von uns eine Weiterführung ab dem 5. Jahrgang. Warum konnte das, was in der Grundschule so gut begonnen hatte, nicht weitergeführt werden?

Im Jahre 2008 hat der Bundestag die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet. Damit musste sich zwangsläufig im deutschen Schulwesen etwas ändern. Das bisher in Deutschland übliche Verfahren Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Sondereinrichtungen auszugrenzen, muss deutlicher als bisher in Frage gestellt werden. Niemand darf vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden, es besteht ein individueller Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht.

Auszug aus dem UN-Konventionstext, §1

States Parties recognize the right of persons with disabilities to education. With a view to realizing this right without discrimination and on the basis of equal opportunity, States Parties shall ensure an inclusive education system at all levels and lifelong learning directed to:

a. The full development of human potential and sense of dignity and self-worth, and the strengthening of respect for human rights, fundamental freedoms and human diversity;

b. The development by persons with disabilities of their personality, talents and creativity, as well as their mental and physical abilities, to their fullest potential;

c. Enabling persons with disabilities to participate effectively in a free society.

Andere Länder sind hier wesentlich weiter und praktizieren Inklusion schon seit vielen Jahren. In Deutschland gibt es auch Erfahrungen mit gemeinsamem Unterricht, nur leider viel zu wenig und nicht für alle betroffenen Kinder. In zahlreichen internationalen und nationalen Studien hat sich aber herauskristallisiert, dass nicht nur die Kinder mit Förderbedarf, sondern auch die Regelschüler im Bereich des kognitiven und sozialen Lernens deutlich besser abschneiden. Dies ist ein weiterer Grund sich für Inklusion stark zu machen.

Die Sanierung stellte am Ende eine günstige Gelegenheit dar. Vielmehr hatten wir die Möglichkeit noch vor der Bauausführung einige sinnvolle Veränderungen abzustimmen, von denen wir hoffen, dass sie für alle Schülerinnen und Schülern hilfreich sind.

Die Schulkonferenz wurde am 10. Februar 2011 informiert und hat dem Vorhaben ab dem Schuljahr 2011/2012 mit einer inklusiven Klasse zu beginnen Unterstützung zugesichert.

Das Kollegium befürwortet das Projekt ‚Inklusion‘, etliche Lehrerinnen wollen bereits im Pilotjahrgang mitarbeiten.

Inklusion - Zielsetzung