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Der Döner wurde im Berliner Bezirk Kreuzberg gleich hinter dem Kottbusser Tor erfunden, der Bezirk Neukölln ist tatsächlich nach Köln im Rheinland benannt und das Bundeskanzleramt wurde von den Berlinern aufgrund seines Aussehens Waschmaschine getauft. Die 11er erkunden seit Mittwoch Berlin und erfuhren auf einer ausgedehnten Stadtrundfahrt Wesentliches und weniger Wesentliches über unsere Hauptstadt.

Im Mittelpunkt der Stadtrundfahrt stand natürlich die Besichtigung von Orten der Erinnerung an die Berliner Nachkriegsgeschichte, von Resten der Berliner Mauer, des Checkpoints Charlie, der Bernauer Straße. Kaum vorstellbar, dass sich mitten durch diese heute so farbenfrohe und lebendige Stadt noch vor etwas mehr als zwei Jahrzehnten der Todesstreifen zog. Am Dokumentationszentrum Bernauer Straße und an der East-Side-Gallery wurde diese Geschichte auch für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar. Anschließend stand der Besuch des Regierungsviertels auf dem Programm, wo der Mülheimer Bundestagsabgeordneten Anton Schaaf den Willy-Brandt-Schülerinnen und Schülern seine Arbeit vorstellte und Fragen aller Art beantwortete.
Nach einer Stärkung in der Bundestagskantine ging es weiter in das Bundestagsgebäude, wo die Gelegenheit genutzt wurde, einer Parlamentsdebatte zu folgen.

Nach Wahl stand am Freitagmorgen der Besuch des Naturkundemuseums, des Technischen Museums oder des Jüdischen Museums auf dem Programm, bevor am Nachmittag die beklemmende Begegnung mit der Geschichte der zweiten Diktatur auf deutschem Boden stattfand. Das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefgänis in Berlin-Hohenschönhausen ist ein beklemmender Ort. Fensterlose Zellen in den Kellern, Foltervorrichtungen und Gummizellen, die bereits in der Nachkriegszeit zur Erpressung von Geständnissen genutzt wurden. In der DDR nutzte die Stasi die Anlage, um dem Regime missliebigen Personen zuzusetzen. Zeitzeugen, zum Teil ehemalige Häftlinge, wussten die Geschichte lebendig werden zu lassen. Ein trostloser Ort, aber - da waren sich alle einig - zur Mahnung für Gegenwart und Zukunft ist es wichtig, diesen Ort zu kennen und zu erhalten! Es sind noch zwei Tage, die wir in Berlin verbleiben. Es gibt noch viel zu entdecken... Darum - morgen mehr!