1_wbs 3_wbs 10_wbs_banner 5_wbs 8_wbs_banner_Platz_2 6_wbs_banner_wir 7_wbs_banner_Platz_1 9_wbs_banner

Am 22. Juni war es endlich und soweit und ca. die Hälfte der Schülerinnen und Schüler der Q1 begab sich bis zum 1. Juli auf die lang ersehnte Kursfahrt nach Sardinien. Bereits in den Wochen zuvor wurden die Schülerinnen und Schüler auf einer Informationsveranstaltung über den Ablauf der Reise aufgeklärt und hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Ein Probeaufbau der schuleigenen Gemeinschaftszelte folgte in der Woche vor der Abfahrt, um unerwünschten Überraschungen, wie verschwundenen Zeltheringen und -stangen zu entgehen.
Der erste Teil der Reise begann um 22 Uhr mit dem Verstauen des Gepäcks, der Kochutensilien, Lebensmittel und Zelte in den Reisebus. Gegen 23 Uhr startete unser Bus gen Süddeutschland und wir erreichten in den frühen Morgenstunden die Schweizer Grenze. Der Sonnenaufgang und die herrliche alpine Kulisse ließ eine erste Vorfreude auf „Bella Italia“ aufkommen. Nachdem wir den Gotthardtunnel passiert hatten, wurde es wahrlich mediterran. Entlang des wunderschönen Vierwaldstädter Sees und des Comer und Luganer Sees näherten wir uns der italienischen Hafenmetropole Genua. Welch ein Trubel und Gewimmel, herrlich italienisch.

Am Samstagabend legte unsere Fähre Richtung Porto Torres auf Sardinien ab. Dabei kam durchaus Kreuzfahrtflair auf, sechs Stockwerke, mehrere gastronomische Einrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten luden zur kurzweiligen Unterhaltung ein. Eine wunderschöne Vollmondnacht, sommerliche Temperaturen und die ruhige See schufen eine atemberaubende Atmosphäre, die niemand so schnell vergessen wird. Sonntagmorgen erreichten wir dann endlich den strandnahen, mit einem Pinienwald versehenen und infrastrukturell gut ausgestatteten Campingplatz „La Mariposa“ in Alghero.

Der anschließende Aufbau der Zelte, Tische, Sitzbänke, des Küchenzeltes nebst Einrichtungen, wie mitgebrachten Kühlschränken, Leuchtelementen, Großküchenutensilien etc., war eine logistische und handwerkliche Meisterleistung, die ohne die koordinierte und kooperative Zusammenarbeit aller Schülerinnen und Schüler nicht möglich gewesen wäre. Unter diesem Stern stand dann auch unsere gesamte gemeinsame Zeit auf Sardinien. Teamarbeit und Gruppenerlebnis als Basis des Zusammenseins. Jeden Tag hatte sich ein wechselndes mehrköpfiges Team um das Frühstück, den Einkauf, die Zutatenaufbereitung für die warmen Mahlzeiten und das Geschirrspülen zu kümmern. Herr Klatte, Herr Kocks und Herr Sjöberg koordinierten diese Tätigkeiten, wobei hier insbesondere die Kochkünste von Herrn Klatte und Herrn Kocks zu betonen sind, die es täglich schafften, 50 hungrige „Mäuler“ mit mediterraner Küche zu verwöhnen.

Aber auch in anderen Bereichen wurde Gemeinschaft gelebt und erlebt. An jedem Tag unseres Aufenthalts gab es ein gemeinsames Gruppenerlebnis. Die Erkundung der mittelalterlichen Festungsstadt Alghero, das Bezwingen der 600 Stufen hinunter zur Neptungrotte (Grotte di Nettuno) und zurück sowie der Besuch der zweitgrößten sardischen Stadt Sassari mit dem Zug hinterließen viele neue Eindrücke auf die Schülerinnen und Schüler und boten sehr viele Möglichkeiten zum Austausch. Den Höhepunkt unserer Aktivitäten bildeten sicherlich die Kayaktour durch eine malerische Landschaft entlang eines weit mäandrierenden Flusses , der in eine spektakuläre Lagune mündet, und die Schnorcheltour in einsamen bizarren Felsbuchten, in denen man im azurblauen Wasser unterschiedlichste Fischarten beobachten konnte. Bei diesen Aktionen waren vor allem Hilfsbereitschaft, Teamarbeit, Rücksichtnahme und Besonnenheit gefordert, die alle Schülerinnen und Schüler forderten und meisterten. Insbesondere aber auch die gemeinsamen abendlichen Gespräche zu den Gitarrenklängen unseres Busfahrers Wolfgang führten dazu, dass wir uns über diese Erlebnisse, den Schulalltag unsere Wünsche und Sorgen austauschten, und so immer mehr das Gefühl der Gemeinschaft erlebten.

Vollständigerweise sei darauf hingewiesen, dass während unseres Sardinienaufenthaltes auch spezifisch fachbezogene Elemente erörtert wurden, so z.B. regenerative Energieerzeugung mittels Solaranlagen und Windkraft aus Perspektive des Faches Technik, Bewässerungslandwirtschaft und Stadtgeographie aus geographischer Sicht sowie das Thema Mehrsprachigkeit (Italienisch, Sardisch, Katalanisch) als Bestandteil des Deutschunterrichts.

Mit dieser Vielzahl unterschiedlichster Eindrücke kehrten wir am sehr späten Sonntagabend erschöpft und müde, aber dennoch sehr erfüllt, nach Mülheim zurück und werden ganz sicher oft an unsere wunderschöne Fahrt denken, die uns als Gruppe zusammengeschweißt hat.