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Schwarz auf weiß: Wir sind eine Schule ohne Rassismus - Eine Schule mit Courage

Das Metallschild ist exakt 1,25 Meter breit, 47,5 Zentimeter hoch und trägt die Aufschrift "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Doch für die Schüler der Willy-Brandt-Schule ist es mehr als nur ein Schild. Schon vor einiger Zeit haben sich die meisten Schüler der Willy-Brandt-Schule in Mülheim-Styrum per Unterschrift dazu bekannt, Zeichen für ein gewaltfreies und respektvolles Miteinander setzen zu wollen. Im Rahmen einer selbstorganisierten Veranstaltung am 05.März 2010 wird der Schule nun der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ offiziell verliehen. Von Seiten der Schüler einer einzigen Klasse wurde diese Initiative angestoßen, die nun erfolgreich offiziell abgeschlossen und an die SV übergeben werden soll. In den letzten Jahren haben sich die Schüler jährlich mit dem Thema auseinander gesetzt und Projekte dazu gestaltet. Momentan sind die Schüler in der 10 Klasse und werden z. T. nach den Sommerferien die Schule verlassen. Damit nach ihrer Entlassung das Projekt nicht in Vergessenheit gerät, möchten sie in einer offiziellen Feier das Projekt an die SV übergeben und sichtbar nach außen abschließen.

 

Die Willy-Brandt-Schule ist die zweite Schule in Mülheim, die sich nun für alle sichtbar gegen sämtliche Formen von Diskriminierung ausspricht. Die Schulen, die zu dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gehören, setzen sich für Menschenrechte ein, und das nicht erst seit der Verleihung des offiziellen Titels. Flagge zeigen gegen Rassismus ist eine Sache, die jeden Einzelnen an der Schule betrifft und daher mussten damals mindestens 70 Prozent aller Schulmitglieder mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie sich zu einer Schule ohne Rassismus bekennen. Es war ein langer Weg, viele Gespräche wurden geführt und viele Fragen mussten beantwortet werden, doch am Ende zahlte sich das Engagement aller Beteiligten aus. 84 Prozent haben unterschrieben! Schirmherrschaft über das Projekt hat Mülheims Oberbürgermeistern Dagmar Mühlenfeld übernommen. Ihre Unterstützung hat die Schüler sehr gefreut und zu Eigenverantwortung und Courage weiter motiviert.Das Programm für den 05. März haben die Schüler selbst entworfen und es soll die anwesenden Schüler der SV interessieren aber auch motivieren sich in diesem Bereich zu engagieren. Zum Programm gehören u.a. selbst geschriebene Gedichte, Kurzvorträge, ein selbst gedrehter Film, aber auch Sketche aus Günther Wallraffs neuem Buch. Die Schüler möchten nicht nur, dass die Schule zu einem Mitglied des größten Schulnetzwerks in Europa wird, sondern es sollen weitere Projekte ins Leben gerufen werden, die unter anderem zeigen sollen, dass anders sein ganz normal ist und man vor dem vermeintlich Fremden keine Angst haben muss.