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Die Nachfrage an Gesamtschulen ist erneut gestiegen. Bei den jüngsten Anmeldungen ha ben sich an der Gesamtschule Saarn, der Gustav-Heinemann-Schule und der Willy-Brandt-Schule 653 Schüler um eine Aufnahme zum kommenden Schuljahr 2007/2008 beworben. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5,8 Prozent, während die Zahl der Viertklässler nahezu gleich geblieben ist.
Auch die Zahl der Schüler, die von auswärts angemeldet wurden, nahm zu. Sie liegt jetzt bei 147.

Die Aufnahmekapazität reicht bei weitem nicht aus: Die Gustav-Heinemann-Schule erhielt 362 Anmeldungen und kann 210 Schüler berücksichtigen. In Saarn gab es 123 Anmeldungen, die Kapazität hier reicht für 184. Die Willy-Brandt-Schule kann 120 Kinder aufnehmen, 168 Bewerbungen liegen dort vor. Insgesamt können 17 Eingangsklassen an den Gesamtschulen gebildet werden. Das bedeutet, dass etwa 140 Schüler abgewiesen werden müssen.

Da in Saarn noch Plätze frei geblieben sind, haben hier von den anderen Schulen abgelehnte Schüler noch eine Chance. An der Gustav-Heinemann-Gesamtschule musste die Kapazität auf maximal sieben Eingangsklassen begrenzt werden. In dem Schulgebäude müssen weiterhin umfangreiche Brandschutzmaßnahmen und Betonsanierungen durchgeführt werden.

Noch vor Beginn des Anmeldeverfahrens zu den übrigen weiterführenden Schulen am 13. und 14. Februar werden die Erziehungsberechtigten der an den Gesamtschulen angemeldeten Kinder darüber benachrichtigt, ob ihr Kind aufgenommen worden ist oder nicht. Schüler, die eine Absage erhalten, müssen anschließend an einer anderen weiterführenden Schule angemeldet werden. Sie haben dort dann die gleichen Chancen wie diejenigen, die sich direkt für diese Schulform entschieden haben.

Die Schulverwaltung rät, im Interesse des Kindes die Anmeldung auch dann unbedingt vorzunehmen, wenn gegen die Entscheidung der Gesamtschule Rechtsmittel eingelegt werden. Für die Aufnahme eines Schülers haben die Gesamtschulen Kriterien festgelegt. Kinder aus anderen Städten haben dabei nur geringe Chancen, heißt es. "Erst einmal kommen unsere Schüler dran."

WAZ - 17.2.2007 - Lokales

Dem Licht auf der Spur - 2500 Euro für Sieger


Von Daniel Freudenreich

Die Physik-AG des Grashof-Gymnasiums möchte Armand Fizeau toppen. 1849 hatte der französische Wissenschaftler die Lichtgeschwindigkeit mit einer Zahnradmethode ermittelt - brauchte dafür aber viel Platz. Bei den Nachwuchs-Naturwissenschaftlern soll das Experiment im Klassenzimmer funktionieren. Mit ihrem Versuch haben die sechs Mädchen und elf Jungen die Endrunde des "Technikpreises VDE-Rhein-Ruhr 2007" erreicht.

Unter den besten zehn Schülergruppen, die am Donnerstag ihre Projekte vorstellen durften, war auch die Mikrocontroller AG des Helmholtz-Gymnasiums mit einem erweiterten System zur Microkontrollertechnik. Für Physik-Laien: Diese Ein-Chip-Computersysteme befinden sich von Waschmaschinen über Chipkarten bis hin zum DVD-Player, um Bedienungsfunktionen zu steuern. Zusammen mit Physiklehrer Marcel Szünstein haben die Schüler Mario Hermann, Felix Droste und Stephan Westerdick bereits weitere Komponenten angeschlossen, um ihr Controller-System zu erweitern.

Einen Traum für Hausfrauen und -männer stellten die Schüler der Janusz-Korzak-Gesamtschule in Castrop-Rauxel vor: das Konzept einer vollautomatischen Sockensortiermaschine. Scannen statt Suchen lautet dort das Motto, wenn die Fußwärmer über ein Laufband in einen Drehkorb fallen, nachdem das elektronische Auge die Farbe festgestellt hat.

Das Ende lästigen Wartens und der Fahrt in die verkehrte Richtung versprachen die Technikschüler der städtischen Gesamtschule Solingen mit ihrem Fahrstuhlsystem. Und eine Gruppe der Mülheimer Willy-Brandt-Schule will mampfende Mitschüler mit Daten aus der schuleigenen Solaranlage via Flachbildschirm in der Mensa füttern.

Bei den Grashof-Gymnasiasten zählte das Experiment - weniger die Alltags-Anwendung: Mit einem Laser wollen sie einen Lichtstrahl durch die Lücke eines rotierenden Zahnrades schicken. Dahinter reflektiert ein Spiegel den Strahl. Fällt er durch eine andere Lücke, kann man die Lichtgeschwindigkeit anhand des Zahnabstandes errechnen. Weil alle Theorie bekanntlich grau ist, will die Gruppe nun die benötigten Einzelteile kaufen und prüfen, ob das Fizeausche Zahnradexperiment auch im Kleinen klappt.

Nach der Präsentation am Donnerstag erhielt jede Schülergruppe ein Startgeld von 500 Euro. Bis zum 2. Juni haben die jungen Tüftler nun Zeit, ihre Konzepte umzusetzen. Den besten drei Teams winken Preise von 2500 Euro, 1500 Euro und 1000 Euro. Mit Zahnrad und Lichtstrahl: Patricia Breu, Mareike Fliß und Moritz Brauckmann (v.l.) vom Grashof-Gymnasium demonstrierten ihren Versuchsaufbau zur Messung der Lichtgeschwindigkeit im Klassenzimmer. Foto: WAZ, Frank Vinken

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 25. November 2007 )

Das große Sanierungspaket für mehrere Schulen ist auf den Weg gebracht worden: Einstimmig beschloss der Schulausschuss gestern die Sanierung des Karl-Ziegler-Gymnasiums, der Luisenschule und der Willy-Brandt-Gesamtschule. Die Modernisierung wird für rund 40 Millionen Euro mit einem privaten Partner (ÖPP) bestritten. Die europaweite Ausschreibung kann nun erfolgen. „Wir hoffen, dass die Vergabe der Aufträge im April 2009 erledigt ist", so der schulpolitische Sprecher der CDU, Heiko Hendriks.

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