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WAZ 28.08.2013: An der Styrumer Willy-Brandt-Schule werden im kommenden Schuljahr 80 Lehrer 956 Schüler unterrichten. Die Schule, die inzwischen als „Schule ohne Rassismus“ ausgezeichnet wurde und zum Netzwerk der MINT-Schulen gehört, die mit besonderen Projekten das mathematische, technische und naturwissenschaftliche Lernen fördern, wurde 1986 als dritte Mülheimer Gesamtschule eingerichtet und 1993 nach Willy Brandt benannt.

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05.02.2007 / Lokales / Mülheim 2005 war "Technologue" bereits im Ringlokschuppen zu sehen. Freitag brachte TanzMoto es abermals auf die Bühne, und das vor allem für Schüler der Hauptschule Dümpten, der Ganztagshauptschule Speldorf und der Willy-Brandt-Schule. 30 Jugendliche von jeder Schule machen bei einem Projekt des Ringlokschuppens und der Tanzkompanie mit und versuchen sich selbst im Ausdruckstanz. Ab 20. Februar werden die fünf Tänzer mit den Schülern proben und eine Aufführung einstudieren. Bis Ostern sollen die Proben dauern, und das Ergebnis danach zu sehen sein. Eine Herausforderung für alle Beteiligten. "Viele Jugendliche kennen HipHop und Streetdance, aber Ausdruckstanz ist etwas anderes", weiß Wiebke Doktor vom Ringlokschuppen. Was die Schüler erwartet, sahen sie Freitag. jul Lichtpunkte wie von einer rotierenden Discokugel huschen über den weißen Boden. Fließende Bewegungen passend zu denen der Tänzer. Drei Frauen und zwei Männer springen in Kreisen umher, verspielt, träumerisch wirkt das. Und dazu wummert dröhnender Techno, während die zwei Percussionisten den Takt vorgeben. Freitag zeigte die Tanzkompanie "TanzMoto" im Ringlokschuppen "Technologue - A Moving Rhythm Theatre".

Ein "spartenübergreifendes Tanz- und Rhythmuserlebnis" soll Technologue sein. Und tatsächlich sind fast alle Sinne gefordert. Laute Synthesizer-Geräusche dröhnen in den Ohren, mischen sich mit den Tönen der Percussionisten. Die Tänzer verrenken sich dazu, springen aufeinander, mit einander, stoßen sich ab, rennen wieder aufeinander zu, tanzen gemeinsam synchron, bis einer ausschert und für sich alleine tanzt, bis sich schließlich jeder bewegt. Im Hintergrund wird derweil ein rot-gelb wabernder Lichttunnel projiziert. Reizüberflutung fast, bis plötzlich die Leinwand dunkel wird, die Musik verstummt und der weiß ausgelegte Tanzbereich grell angestrahlt wird. Das Licht und die Stille tun fast weh, doch die Tänzer nutzen die Ruhe, um sich vorzustellen. Da tanzen etwa die 22-jährige Kolumbianerin, die täglich Grenzen überschreitet und Andreas, der 36 ist und Fußball gut findet. Mit Rhythmus, Bewegung, Film, Ton und sich selbst experimentieren sie und haben doch eine klare Botschaft: "Letzten Endes wollen alle doch nur glücklich sein." Jul Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 25. November 2007 )

Schlager- und Volksmusikpersiflagen, Comedy-Gedichteinlagen, Kostüm- und Instrumentenwechsel - Peter Merten, Thomas Ophelders und Helmut Düngen haben noch viel mehr zu bieten.

Das Trio bildet den Vorstand eines kleinen Vereins zur Unterstützung von Entwicklungsprojekten in Westafrika. Als "Der Vorstand" feierten die Essener mit ihrer "Weltmusik aus dem Kohlenpott" bereits einige Erfolge. Unter anderem in der ARD Fernsehshow "Wat is?"

Am Sonntag, 10. Juni, wird "Der Vorstand" beim Familienfest am Aquarius Wassermuseum und Schloss Styrum mehrfach zu sehen und zu hören sein. Gemeinsam mit den "Zirkus Kids" der Willy-Brandt-Schule, einer Trampolin-Show der Kinder der Grundschule an der Schlägelstraße und mit Heinz dem Zauberer wird die Band auf der Bühne für gute Unterhaltung sorgen.

Rund um Wassermuseum und Schloss wollen die über 30 Stadtteileinrichtungen, Vereine und Initiativen mit Rikschafahrten, Wasserspielen, Kindertrödel, Glücksrad, Schiffschaukel, Torwand und vielem mehr in der Zeit von 12 bis 18 Uhr ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein auf die Beine stellen. "Das Familienfest soll ein Ausdruck der Gemeinsamkeiten sein", erläutert Andreas Macat von der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft den Anspruch an die Veranstaltung. "Als Aquarius Wassermuseum ist es uns wichtig, uns im Styrum zu positionieren."

Organisator ist beim nunmehr 13. Fest wieder die Feldmannstiftung in Zusammenarbeit mit dem Verein Kinder helfen Kindern grenzenlos. "Im letzten Jahr hatten wir zwischen 3 000 und 4 000 Besucher, von denen allein 2 000 den freien Eintritt ins Wassermuseum genutzt haben", sagt Max Schürmann von der Feldmannstiftung. In diesem Jahr hoffe man auf eine ähnlich hohe Zahl. "Wenn das Wetter mitspielt."

 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 25. November 2007 )

 

 

WAZ / 12.05.2007 / Lokales

Von Jörn Stender

Es ist dieser flüchtige Moment, es sind diese wenigen Sekunden der Stille, der vollen Konzentration, in denen man die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören könnte. "Es geht los, wenn wir hier nur noch Atmung hören", hatte Mohan C. Thomas kurz zuvor noch verkündet, den Lärm gebannt. Und dann geht' s los. Leise zu Bizets Musik, später immer lauter kommt das Spiel in Gang, formen sich Menschenbilder, wälzen sich Leiber, stampfen, rennen, schreiten, drehen sich Körper, bilden sich Hebefiguren. Und mit leichtem Kribbeln auf der Haut spürt der Zuschauer, was Kazim & Karo werden kann - der szenische Einstieg in eine neue Welt für viele der über 150 Beteiligten. Ein Tanzprojekt als Koproduktion des Ringlokschuppens, der Musikschule Mülheim, des Kulturbetriebs, von drei Mülheimer Schulen und der Ballettschule Hötger-Wrona ist das Stück bereits auf dem Papier.
Pausenzeit im Ringlokschuppen. Gelächter, Geschiebe. Mädchen und Jungen sitzen in Shorts und Jeans, Jogger und Leggins an den Tischen, schälen Bananen, essen Äpfel, löschen ihren Durst. Es riecht ein wenig nach Turnhalle. Anstrengung und Schweiß würzen die Luft als Ergebnis intensiven Trainings. Allein 31 Mädchen und Jungen der Hauptschule Dümpten tanzen bei Kazim & Karo mit. "Wir sind die größte Gruppe", sagt ein Mädchen. "Schön" findet ein Grüppchen am Bisto-Tisch das Projekt. "Aber auch ein bisschen anstrengend."

Zurück geht es in den Probenraum. Schwarze Tücher, dämpfender Kunststoffbelag auf dem Boden, ein paar Bühnenpodeste, eine Musikanlage. Viel mehr gibt es nicht für Ohr und Auge. Mohan, der Chef der Company Tanzmoto und seine Assistentinnen Erika Pico und Maria Lucia Agon Ramirez ordnen das kurzfristige Chaos.

In den Hauptschulen Dümpten und Speldorf, in der Willy-Brandt-Schule und der Ballettschule wurde in den Wochen seit Februar intensiv einzeln geprobt. Jetzt gilt es, aus den Stücken ein Gesamtwerk zu formen, 100 Kinder zu einem großen, überspannenden Tanz-Thema zusammen zu führen, sie bald mit dem 55-köpfigen Jugendsinfonieorchester unter Leitung von Otmar Müller zu vereinen. Ein Mammutprojekt, eine große Aufgabe mit hohem Anspruch.

"Es geht nicht darum, Kinder zu parken oder zu bespaßen. Wir wollen Jugendliche an Kultur heranführen, die nicht automatisch Zugang haben. Gesamtschüler, Hauptschüler", sagt Projektleiterin Wiebke Doktor und betont: "Das sind zwar alles Laien, aber es ist hohe Qualität, die sie bringen." Und Karin Braun vom Kulturbetrieb ergänzt: "Es ist uns wichtig, dass die Jugendlichen professionell Tanz und Musik, Technik und Räume kennenlernen, dass wir ihnen einen professionellen Rahmen liefern."
Matthias Frense, Dramaturg des Ringlokschuppens, hat Motive von Ödon von Horvaths Kasimir und Karoline für das Tanzprojekt bearbeitet - eben "eines der bedeutendsten Sozialdramen". Die Frage, "ob man so eine Literatur fürs Tanztheater nehmen kann?" stellt und beantwortet Thomas in einem Zug: "Das ist perfekt. das ist ein Thema, das Jugendlich und ihre Gefühlswelt extrem anspricht." Und auch mit Georges Bizet als Tanzmusik, kombiniert mit zeitgenössischen Klangeffekten, tun sich die 13- bis 16-Jährigen Kinder nicht schwer. "Die haben keine großen Vorbehalte gegen Klassik", sagt der Choreograph. "Viele hören sie zum ersten Mal."

Mohan C. Thomas bittet seine Schüler zum nächsten Part. "Gaaanz ruhig, schön verteilen im Raum." Sein Körper bekommt Spannung. Es wird still im Saal. "Auf Anfang! Aaand go." Der Tanz geht weiter. Drei von über 150: In wechselnden Konstellationen tanzen die Jugendlichen. An drei Schulen wurde separat seit Februar geprobt. Nun werden die Gruppen vereint. Fotos: WAZ, Jiri Kollmann

 

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